Neophytenentfernung am "Vogelherd"

Rückblick auf unseren Arbeitseinsatz am 4.10.2019 im "NSG Erpetal". Es wurden durch 10 fleißige Helfer die invasiven Neophyten Eschenahorn, Spätblühende Traubenkirsche sowie Mahonie entfernt. Wo ein Ausreißen bzw. Ausgraben nicht möglich war, kamen Beil und Säge zum Einsatz. Der Stamm wurde mechanisch geringelt und anschließend mit einer Metallbürste das Kambium abgebürstet. Der Transport von Lebenswichtigen Nährstoffen, z.B. Zuckerverbindungen, zwischen der Wurzel und Krone ist damit unterbunden.  Die Pflanze stirbt innerhalb von 2 Jahren langsam ab. Dadurch das weiterhin Wasser über das Splintholz transportiert wird, werden keine neuen Schösslinge gebildet, wie es bei dem einfachen Absägen des Stammes der Fall wäre.
Ein TV-Team der RBB Sendung "Gartenzeit" schaute uns dabei über die Schulter.

Bedeutung für die Artenvielfalt/Biodiversität

- Auswirkungen auf Ökosysteme (Beispiele): Aufgrund der hohen Invasivität der Spätblühender Traubenkirsche (Prunus serotina) wird in vielen Teilen des Verbreitungsgebietes sowohl die Artenzusammensetzung als auch die Struktur der Ökosysteme negativ beeinflusst.

- Dauerhaftigkeit der Auswirkungen: Aufgrund der Fähigkeit zu Stockausschlag und Wurzelbrut ist die Art sehr dauerhaft.

- Ökologische Integration: Eine ökologische Integration in natürliche oder naturnahe Waldökosysteme ist aufgrund der starken Invasivität nicht möglich.

Quelle: waldwissen.net