Artenvielfalt retten - Zukunft sichern

Brandenburger Naturschutzverbände starten Volksinitiative

Dass der Verlust unserer biologischen Vielfalt längst kein Nischenthema mehr ist, hat das Volksbegehren in Bayern Anfang des Jahres mit fast 1,8 Millionen Unterstützern eindrucksvoll gezeigt. Klar ist, dass z.B. die Masse der Flug-Insekten laut der Krefelder Studie innerhalb der letzten 25 Jahre selbst in Schutzgebieten um 75 Prozent abgenommen hat. Bei den Vögeln der Agrarlandschaft und den Amphibien sieht es ähnlich düster aus.

Die Brandenburger Umwelt- und Naturschutzvereine NABU, BUND, Naturfreunde, deren Jugendorganisationen, Grüne Liga sowie die Aurelia Stiftung als Initiatoren haben Mitte April 2019 einen Volksinitiative für mehr Artenvielfalt in Brandenburg gestartet. Wir wollen mit unserer Volksinitiative erreichen,

- dass in Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten keine Pestizide eingesetzt werden dürfen,
- dass landeseigene Flächen ökologisch bewirtschaftet werden,
- dass es größere Pufferzonen um Gewässer gibt,
- dass Agrarsubventionen nicht nach Fläche, sondern nach umweltgerechtem Handeln ausgegeben werden,
- dass Kommunen ihre Flächen pestizidfrei bewirtschaften,
- dass es weniger Lichtverschmutzung
- und weniger Flächenverbrauch gibt.

Schwerpunkt ist dabei die Agrarförderpolitik, denn hier geht es um viel (Förder)Geld und hohe Flächenanteile. Doch ohne einen Wandel in der Landwirtschaftspolitik werden wir das Artensterben nicht aufhalten können. Dabei richtet sich unser Gesetzentwurf für mehr Artenvielfalt v.a. gegen die Landesregierung, die in den vergangenen Jahren nur unzureichend entsprechende Förderprogramme auf den Weg gebracht hat. Wir wollen erreichen, dass der Mehraufwand für Naturschutzmaßnahmen auf dem Acker entsprechend honoriert werden.

Unsere Forderungen haben wir in einen Gesetzestext fließen lassen, denn wir wollen, dass die Politik gezwungen ist, möglichst schnell konkrete Maßnahmen zu ergreifen und geben uns nicht mit weiteren Absichtserklären, Monitorings oder Beiräten zufrieden.

 


Naturlehrpfad Erpetal

In Hoppegarten gibt es einen Naturlehrpfad, der als Rundkurs zwischen den einstigen Mühlenstandorten Ravenstein und Heidemühle um das Naturschutzgebiet im Erpetal bei Waldesruh angelegt wurde.

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Stunde der Gartenvögel vom 10. bis 12. Mai 2019

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“. Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Naturfreunde aufgerufen, Vögel zu notieren und dem NABU zu melden. mehr →

Unser aktueller Tätigkeitsbericht

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NABU Hoppegarten Tätigkeitsbericht 2016 - 2019
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